Jungenschule Char Gul Tepa
Nach fast 5 Monaten Bauzeit hat der Verein Initiative Schulen für Afghanistan e.V. in der Gemeinde Char Gul Tepa sein erstes Schulprojekt vollendet. Am 17. Dezember haben die Gemeinde und die lokalen Repräsentanten das Schulgebäude eingeweiht.
Am 3. Juli fand die Grundsteinlegung statt und seit diesem Tag wurde ohne Pause das Gebäude von afghanischen Arbeitern und Ingenieuren und einem deutschen Architekten realisiert. Die Arbeiter wurden hauptsächlich aus der Gemeinde Char Gul
Tepa rekrutiert, während die Baufirma in Kunduz/Khanabad ansässig ist, da es im Distrikt Qalay-i-Zal keine Baufirmen gibt, die im Stande gewesen wären, solch ein Projekt umzusetzen.
Erdarbeiten: 885 $
Betonarbeiten: 24.468 $
Mauerwerk: 13.870 $
Dach- und Metallarbeiten: 25.010 $
Tischlerarbeiten: 5.836 $
Elektroinstallation: 1.185 $
Putzarbeiten: 3.800 $
Malarbeiten: 3.184 $
Totale Baukosten: 78.238 $
Im August waren bereits Fundament und Bewährungen gebaut worden und im September standen alle Mauern. Zeitgleich wurde ein neuer 18 m tiefer Brunnen ausgehoben. Den Auftrag für die Tischlerarbeiten (Fenster und Türen) erhielt ein Betrieb in Kunduz, auch hier gab es keine erfahrenen und guten Tischler im Distrikt. Im Oktober wurde der Dachstuhl montiert, Isolierung eingebracht und Ende Oktober waren die Putzarbeiten außen und innen, sowie die Elektroinstallationen abgeschlossen.
Anfang Dezember waren die Malarbeiten und die Dacharbeiten (Metalldach) beendet. Nun gibt es in Char Gul Tepa eine Schule mit 8 Klassenzimmern, Lehrerzimmer, Krankenzimmer, Bibliothek, und Teeküche.
Wie geht es weiter?
Beim letzten Besuch Mitte Februar/März 2006 ist der Verein mit dem Lehrerkollegium übereingekommen dass sie am Grundausbildungsprogramm der Provinz teilnehmen möchten, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern.
Desweiteren werden wir die Ausstattung der Schule mit Mobiliar, Lehr- und Lernmittel vornehmen, dazu werden wir uns an die Handwerkskammer in Kunduz wenden.
Außerdem haben wir die Gemeinde gebeten, sich um einen Garten auf dem Schulgelände zu bemühen, da die Bewohner hauptsächlich als Bauern arbeiten, haben sie dafür alle Möglichkeiten. Für dieses Vorhaben sind wir auf breite Zustimmung gestoßen und die Gemeindemitglieder werden sich bemühen, dies umzusetzen. Materialien wie Lehm und Pflanzen werden sie aus ihren eigenen Feldern beisteuern. Im März hat die Gemeinde angefangen, einige Bäume um die Schule zu pflanzen und ein paar kleine Blumenbeete anzulegen.
Vielen Dank an alle, die den Bau der ersten Schule überhaupt ermöglicht haben!



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