Unterricht am Goethe-Institut und an der Universität Kabul (Herbst 2004)
Während meines zweimonatigen Aufenthaltes (Sept./Okt. 2004) in Kabul habe ich am Goethe-Institut Kabul einen mehrwöchigen Konversationskurs für die fortgeschrittenen Schüler des Goethe-Instituts gegeben.
Der Besuch dieses Kurses war freiwillig. Die Schüler selbst schlugen vor, diesen Unterricht drei Mal die Woche je 1,5 Std. stattfinden zu lassen. Ein Großteil von ihnen beherrschte bereits gut Deutsch, da sie in der Abschlußklasse der Amanischule (12. Klasse), an der auch Deutsch unterrichtet wird, waren.
In diesen Stunden wurde über verschiedene gesellschaftspolitische Themen diskutiert, das freie Sprechen geübt, der Sprachschatz mit Hilfe von Spielen erweitert und vieles mehr. Der Unterricht hat uns allen sehr viel Spaß gemacht. Dies zeigte sich in der ständigen Präsenz aller teilnehmenden Schüler sowie auch bei der später wiederholten Nachfrage am Konversationsunterricht. Teilweise wurde sehr ernst diskutiert, vor allem über Themen wie die Präsidentschaftswahl, teilweise wurde herzlich gelacht, vor allem bei dem Bewerbertraining, was die Schüler in Zweiergruppen spielen sollten.
Zeitgleich habe ich auch an der Universität Kabul mit den GermanistikstudentInnen des dritten Semesters ein Medienseminiar “Medienwelten” abgehalten. Hier waren auch Frauen im Kurs. Ein Teil des Kurses war bereits zu einem Austauschprogramm über den DAAD in Deutschland gewesen. Mehrheitlich sprachen alle schon sehr gut Deutsch.
Ziel war es, vor allem Aufgaben, Strukturen und Inhalte von Medien zu erarbeiten. Am Ende sollten die StudentInnen einen kleinen Artikel oder eine Analyse über eines von ihnen selbst gewählten Themas zu Afghanistan schreiben. Wir haben jeden Tag ausser am Wochenende 3 Stunden zusammengearbeitet. Alle StudentInnen waren sehr motiviert und engagiert und hatten viele gute Ideen. Ein Teil von ihnen möchte auch gerne nach dem Studium im Journalismusbereich tätig werden.
Susanne Sayami


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